Online-Reihe zur Gottesdienst-Gestaltung:Werkstatt für neue Gottesdienste - Anders Feiern!
Auch wenn viele Gottesdienste längst routiniert und professionell gestaltet werden, so gibt es doch immer wieder Anlässe, die herausfordernd sind. Etwa bei großen Unfällen oder einem Amoklauf. Manchmal ist es die Zusammenarbeit mit den Konfessionen, Religionsgemeinschaften und der Kommune vor Ort wie z.B. beim Volkstrauertag, die eigene liturgische Konzepte in Frage stellen. Und manchmal ist es die Zielgruppe, die uns herausfordert: Wie bei der Firmung, wenn junge Menschen und Angehörige kaum etwas wissen über die Feier eines Gottesdienstes und Sie sich fragen: Gäbe es hier eine Alternative? Nicht zuletzt suchen wir mit Blick auf die Zielgruppe, wie Gottesdienste traumasensibel gestaltet werden können.
In dieser Online-Reihe können Sie Ihr Thema wählen. In drei Stunden arbeiten Sie mit liturgischen Ansprüchen, praktischen Umsetzungen und der Frage, wie Gottesdienste gestaltet werden können, damit sie „Gott durchscheinen lassen“, die Menschen ansprechen und „Himmel und Erde“ verbinden.
Modulübersicht:
11.03.2027 - Die Feier der Lebenswende. Ein diakonisches Angebot.
Referent: Daniel Richter, Halle, Projektleiter: Feier der Lebenswende
Mit über 700 teilnehmenden Jugendlichen pro Jahr ist die Feier der Lebenswende in Halle eines der erfolgreichsten Jugendrituale der Region. Trotz Diasporasituation erreichen die christlichen Kirchen damit viele konfessionsfreie Jugendliche und bieten eine attraktive und sinnstiftende Alternative zur Jugendweihe. Was macht die Feier der Lebenswende so besonders? Welche Bedürfnisse junger Menschen greift sie auf? Und welche Chancen bietet das Konzept auch für katholisch geprägte Regionen? Im Workshop werfen wir einen Blick hinter die Kulissen dieses Erfolgsprojekts und zeigen, welche Bausteine zu seinem Erfolg beitragen. Entdecken Sie, wie die Feier der Lebenswende auch in Ihrer Region junge Menschen ansprechen und neue Wege in der kirchlichen Jugendarbeit eröffnen kann.
03.06.2027 - Gottesdienste traumasensibel gestalten
Referentinnen: Dr. Barbara Haslbeck, Freising, Theologin und Annette Buschmann, Chemnitz, Psychologische Beraterin, Autorin
Andachten, Gottesdienste, Eucharistiefeiern – sie leben von einer besonderen liturgischen Sprache und deutungsvollen Handlungen. Im Dialog zwischen Zelebranten und Gemeinde, zwischen Gottesdienstleitung und Beteiligten werden Sprache, Zeichen, Raumgestaltung und Rituale höchst unterschiedlich wahrgenommen. Manchmal entfalten sie bewusst und unbewusst eine traumatische Wirkung. Dabei geht es in erster Linie darum, den Blick für solche Situationen zu schärfen und zu verstehen, wie sich eine traumatische Wirkung entfalten kann. Mit Blick auf die Mitfeiernden braucht es ein Verständnis von Diversität, Respekt im Umgang und eine gesunde Vorsicht. Erweitern Sie Ihren Wahrnehmungshorizont und gewinnen Sie Handlungskompetenz in der Gestaltung traumasensibler Gottesdienste.
21.10.2027 - Gemeinsam feiern: Interreligiöse und ökumenische Gottesdienste
Referenten: Dr. Florian Schuppe, München, Fachbereich Ökumene und Dr. Andreas Renz, München, Fachbereichs Dialog der Religionen
Immer wieder gibt es regelmäßige Anlässe, ökumenische und interreligiöse Gottesdienste mit diversen Partnern zusammen zu gestalten. Angefangen von KiTa und Schulfeiern, öffentlichen Anlässen wie dem Volkstrauertag oder besondere Jubiläen von Einrichtungen: Wie kann ein Dialog auf Augenhöhe unter den Mitwirkenden gestaltet werden? Wie gehen Sie mit Erwartungen von Teilnehmenden und den verschiedenen „Playern“ um? Worauf können Sie achten, damit Feiern würdig, dialogisch und ansprechend sind?
Nutzen Sie diese Fortbildung, um langfristig Ihre Kooperationen zu echten interreligiösen und ökumenischen Feiern werden zu lassen.
25.11.2027 - Gottesdienste in Krisensituationen achtsam aufbauen
Referent: Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Erfurt, Liturgiewissenschaftler
Speziell in Ausnahmesituationen haben Kirchen noch eine hohe Bedeutung. Ob Ahrtalflut oder Amoklauf, dramatische Unfälle oder andere Krisensituationen: Gerade dann sind die Kirchen gefragt, Angebote zu machen. Das kann für alle in der Seelsorge eine herausfordernde Aufgabe sein:
Wie können Gottesdienste gestaltet sein, die mit Menschen gefeiert werden, die einerseits nah am Geschehen waren, aber weit weg von der Kirche sind? Wie gestaltet sich im Gottesdienst Krisenbewältigung? Worauf müssen Sie achten, wenn gerade dann verschiedene Kirchen und Gemeinschaften mitleiten? In der Veranstaltung geht es darum, sprach- und handlungsfähig zu sein, wenn Krisen einen Ort erschüttern. Gewinnen Sie Sicherheit, damit Kirche ganz praktisch zum Ort sicherer Trauer, geborgener Verzweiflung und versöhnender Ambivalenz werden kann.
Die Veranstaltungen finden per Zoom statt. Sie erhalten den Link im Vorfeld der Veranstaltung per Email zugesandt.
Gebühren:
Das Erzbistum übernimmt die Gebühr aus Freising für Sie. Sie zahlen nur den internen Beitrag. Beachten Sie auch, dass evtl. Stornogebühren bei Absage anfallen könnten.
Anmeldung
Werkstatt für neue Gottesdienste - Anders Feiern!
Wenn Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen möchten, füllen Sie bitte das folgende Formular aus: